Diözesankönigssilber erweitert und in neuem Glanz

Die Königskette des Diözesanverbandes Aachen ist mit ihren rund 65 Jahren vergleichsweise jung und kann mit den uralten Königsschilden, die der ganze Stolz vieler Schützenbruderschaften sind, nicht mithalten. Aber auch das elegante Aachener Exponat gibt Zeugnis über die Geschichte des Diözesanverbandes. Und sie erinnert an die Krönung eines Schützenlebens etlicher Würdenträger, deren Namen auf ihr verewigt sind. Erster nachgewiesener König des Diözesanverbandes Aachen ist Emil Honnes (1953). Zu diesem Zeitpunkt schien das äußere Zeichen der Königswürde noch nicht zu existieren. Denn erst der Name des zweiten Diözesankönigs Karl Lauterbach (1966) ist auf der Königskette zu lesen.
Die Ausführung der Aachener Königskette ist in Silber, teilweise vergoldet, gestaltet bislang aus 32 gravierten Kettengliedern mit Ösen verbunden. Auf jedem Kettenglied sind die Namen von zwei Diözesankönigen hinterlassen. Prunkstück ist das Brustschild mit Belötung und Grubenschmelzemaille. Es zeigt unverkennbar den Aachener Dom.
Da der Platz für die Aufnahme weiterer Majestäten knapp wurde, beriet der der Diözesanvorstand über eine Erweiterung der Königskette. „Die Regentschaft jeder Königin bzw. jeden Königs sollte auf unserer Königskette gewürdigt werden. Deshalb wollten wir Platz schaffen für nächsten Jahre“, so Diözesanbundesmeister Kurt Bongard. Ihre äußere Gestalt sollte dabei allerdings keinen Schaden nehmen. Mit ersten Ideen im Gepäck suchte der Vorstand die „Silberschmiede und Atelier Stephan Bücken“ aus Würselen auf. Stephan Bücken ist Silberschmiedemeister, Gestalter im Handwerk sowie Restaurator. Er schlug schließlich eine maßvolle Ergänzung des Bestandes um acht Kettenglieder vor, die mit weiteren 24 Kettengliedern die Rückseite der Königskette bilden. Die Vorderseite mit ihrem prägenden Brustschild und 8 Kettengliedern bleibt in der ursprünglichen Anmutung. Dem Vorschlag des Spezialisten Bücken wurde nach intensiver Beratung gefolgt. Zusätzlich wurde eine Grundreinigung der Königskette beauftragt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 6.500 Euro. Diözesanschatzmeister Christoph Kammers, der seiner Berufung gemäß eher zurückhaltend bei kostspieligen Maßnahmen agiert, koordinierte das Projekt und resümierte: „Das ist uns unsere Königskette als äußere Insignie der besonderen Würde wert.“
Inzwischen wurde die erweiterte und in neuem Glanz erstrahlte Kette dem amtierenden Aachener Diözesankönig ausgehändigt, natürlich nicht, bevor Diözesanpräses Msg. Glasmacher das Exponat mit einem feierlichen Segen versah.